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Philipp Fink ist seit dem 1. Juli 2010 neu im Bezirksrat Einsiedeln. Lilian Schönbächler hat dem frischgebackenen Vorsteher des Baudepartements auf den Zahn gefühlt.
LS:
Die meisten Leute gingen wohl davon aus, dass Sie als Versicherungs-und Finanzfachmann das Sozialdepartement übernehmen werden. Nun sind Sie Bauvorsteher geworden. War das eine Enttäuschung für Sie?
PF:
Nein, im Gegenteil. Das Neue und Unbekannte reizt mich generell. Und im Baudepartement ist so ziemlich alles neu für mich. Das ist unglaublich spannend. Zudem erhalte ich dadurch sehr früh einen tiefen Einblick in Projekte, die für unser Dorf und unseren Bezirk von grosser Bedeutung sind.
LS:
Was sind ihre ersten Handlungen als neuer Bauvorsteher?
PH:
Ich versuche mir ein möglichst vollständiges Bild des Departements und all seinen Partnern zu verschaffen. Dazu habe ich in einem ersten Schritt jeden Arbeitsplatz besucht und einige Stunden mit jedem Mitarbeiter verbracht. Dabei konnte ich auch feststellen, dass die Leute hier tolle Arbeit leisten. Es ist wirklich ein gutes Team, das Freude hat an dem, was es tut. Als nächstes werde ich mich mit unseren wichtigsten Architekten und Planern treffen und ihre Anliegen und Inputs abholen. Wenn das alles getan ist, werde ich genauer wissen, wo im Speziellen das Team meine Unterstützung benötigt. Grundsätzlich denke ich aber, dass meine Aufgabe vor allem darin besteht, den Mitarbeitern den Rücken frei zu halten, damit sie ihre Arbeit tun können.
LS:
In der Vergangenheit gab es immer wieder von vielen Seiten Angriffe auf das Baudepartement. Wie werden Sie künftig mit solchen Angriffen umgehen?
PH:
Es ist wichtig, zwischen Stammtisch Geplauder und echter Kritik zu unterscheiden. Um Missverständnisse auszuräumen ist eine aktive Kommunikation, von beiden Seiten, sehr wichtig. Sich hinter Paragrafen und Formularen zu verstecken nutzt niemanden. Unser Ziel ist es, dass die Bevölkerung das Bauamt positiv beurteilt und es als Dienstleistungsbehörde wahrnimmt.
LS:
Sie sind selbständig erwerbend, verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes. Hat sich Ihr Leben in der erst kurzen Amtszeit schon verändert?
PH:
Bezirksrat ist ein sehr verantwortungsvolles Amt. Es fordert, speziell in der Anfangszeit, ein grosses zeitliches Engagement. Alle anderen Bereiche des Lebens müssen da zwangsläufig für eine Weile etwas zurück treten.
Und dann bin ich natürlich jetzt plötzlich eine öffentliche Person. Das heisst, die Leute erkennen mich, wissen, wer ich bin. Das ist schon noch etwas ungewohnt.
Philipp Fink ist Ende Oktober 100 Tage im Amt. Er wird der Redaktion dieser Homepage dann ein weiteres Mal Rede und Antwort stehen. Falls Sie Fragen haben, die Sie Philipp Fink gerne stellen möchten, schreiben Sie an: lilian.schoenbaechler@fdp-einsiedeln.ch (05.09.2010)
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